Kredite für Azubis im Vergleich
Alle Banken vergeben auf der einen Seite Kredite, die für alle Kunden angeboten werden, wie zum Beispiel den klassischen Dispokredit, den Ratenkredit oder Hypothekenkredit. Ferner haben die meisten Banken aber noch weitere Kredite „im Programm“, die für besondere Kundengruppen interessant sind und auch nur diese angeboten werden. Dazu zählt sicherlich auch der Kredit für Auszubildende.
Dieser weist einige besondere Merkmale auf, wobei es sich dabei in erster Linie um spezielle Konditionen und Modalitäten handelt, die diesen Kredit ausmachen. Weitere besondere Kredite, die wie der Kredit für Auszubildende auch nur an spezielle Personengruppen vergeben werden, sind zum Beispiel der Kredit für Existenzgründer oder der Kredit für Geringverdiener. Damit man den Kredit für Auszubildende erhalten kann, muss man sich zunächst einmal in einem aktiven Ausbildungsverhältnis befinden. Die Darlehen sind zudem oftmals auch hinsichtlich des Alters des Kunden begrenzt, meistens auf das 27. Lebensjahr. Wer also mit 31 Jahren noch eine Ausbildung absolviert, bekommt in der Regel keinen Kredit für Auszubildende mehr.
Von den Konditionen her zeichnet sich das Darlehen dadurch aus, dass der zur Verfügung gestellte Kreditbetrag relativ begrenzt ist, was natürlich daran liegt, dass man als Auszubildender ein deutlich geringeres Einkommen in Form der Ausbildungsvergütung hat, als wenn man als „normaler“ Arbeitnehmer tätig ist. Es gibt keinen speziell festgelegten Wert, aber in der Regel vergeben die Banken einen Kredit für Auszubildende nicht über eine größere Summe als 3.000 Euro. Ferner kommt noch die Tatsache hinzu, welche Art Kredit der Kredit für Auszubildende eigentlich ist. Nicht alle Banken verstehen darunter nämlich einen Ratenkredit, sondern manche Banken bieten den Auszubildenden auch eine Art Abrufkredit an, der mit dem Dispositionskredit auf dem Girokonto zu vergleichen ist.
Neben der betragsmäßig begrenzten Darlehenssumme zeichnet sich der Kredit für Auszubildende aber oftmals noch in positiver Weise aus Sicht des Auszubildenden aus. Die positive Eigenschaft dieser Darlehen besteht darin, dass die Höhe der Zinsen fast ausnahmslos geringer ist, als wenn man als Arbeitnehmer einen „normalen“ Kredit in Anspruch nehmen würde. Die Auszubildenden erhalten also oftmals Sonderkonditionen, wenn es um die Kreditaufnahme geht. Wie hoch die Zinsen letztendlich sind, liegt natürlich wiederum bei der Kredit gebenden Bank. Zum Teil unterbieten sich die Banken inzwischen allerdings, weil die Auszubildenden eine sich durchaus lohnende Kundengruppe darstellen, die sehr begehrt bei den Banken sind.
Dieses liegt an der Tatsache, dass mit der Ausbildung und erst Recht mit dem anschließenden Start ins Berufsleben auch finanziell einige Dinge geregelt werden müssen, wie zum Beispiel Abschluss bestimmter Versicherungen oder Sparpläne zum Aufbau der Altersvorsorge. Der Kredit für Auszubildende ist mit seinen günstigen Konditionen also auch eine Art von Lockmittel seitens der Bank, damit der Noch-Auszubildende auch nach Abschluss seiner Lehre weiterhin Kunde bei der Bank bleibt und man die Geschäftsbeziehung möglichst stabil und viele Jahre aufrecht erhalten kann.